Schnee

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Ungewohnte Temperaturen

November 16, 2011 · 0 comments

Bis jetzt war das Wetter in Mitteleuropa sehr erträglich. Wenn man in einem Föhntal lebt, kommt man auch im Spätherbst in den Genuss warmer Tage. Jetzt scheint es, als würde sich die Kälte durchsetzen. Ich kann nicht leugnen, dass ich täglich die sommerlichen Temperaturen João Pessoas studiere…
Trotzdem hat der Herbst seine schönen Seiten:

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In den Voralpen

September 14, 2011 · 0 comments

Gauschla

Falknis

REGA

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Hallo Schweiz!

August 6, 2011 · 0 comments

Bin gut gereist. Einmal mehr sehr zufrieden mit der Airline “TAP“. Kann ich nur empfehlen. Da ich mich für Design interessiere, muss ich der TAP ein Kränzchen winden. Von den gut gestylten Uniformen der Stewardessen, über die Menukarte bis zur sensationell gelayouteten Bordzeitschrift, bei der TAP kommt alles wie aus einem Guss.

Das portugiesische Flughafensicherheitspersonal könnte sich allerdings in Sachen Freundlichkeit bei den brasilianischen Angestellten noch einiges abschauen.

In Flughafen Kloten/Schweiz wird man als erstes einmal von Plakaten begrüsst: Banken, Banken und nochmals Banken. Nicht sympathisch. Goldman Sachs, wirklich? Haben wir nichts anderes zu bieten?

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Wehmut mischt sich mit Vorfreude. Nur ungern verlasse ich für 6 Monate die fantastische Stadt João Pessoa. Aber natürlich freue ich mich, meine Familie, Freunde und Bekannte wieder zu sehen. Das Wetter war diese Woche hier wirklich sensationell. Der Winter neigt sich dem Ende zu. Eigentlich ein grottenschlechtes Timing meinerseits, gerade jetzt nach Europa zu gehen. Nach 3 Jahren in Tshirt und Shorts stehen mit harte Winterzeiten bevor. Aber wie sagt doch ein Sprichwort: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.

Até logo JP!

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Pipa

July 30, 2011 · 1 comment

Bevor ich nächste Woche die Reise in die Schweiz antrete, musste ich unbedingt noch ein bisschen Sonne tanken, da der europäische Sommer anscheinend nur schwer in die Gänge kommt. Der brasilianische Winter hingegen zeigte sich die letzten Tage von seiner besten Seite. Schon lange hatten wir vor, den bekannten Strandort “Pipa” zu besuchen. Das kleine Dorf liegt im Bundesstaat Rio Grande do Norte und ist ein beliebtes Sommerferienziel für Europäer und Argentinier.
Am Donnerstagmorgen fuhren wir los. Beste Autobahnen, wenig Verkehr, perfekte Bedingungen. Die Reise dauerte rund 90 Minuten. Ein Auto vereinfacht den Alltag ungemein. Wir hatten am Morgen noch kurz in einer uns empfohlenen Pousada angerufen, um zu checken, ob es noch Zimmer hat. In Brasilien ist Pousada die Bezeichnung für ein meist familiär geführtes kleines Hotel mit Frühstück. Wir verbrachten zwei Nächte in der Pousada “Rivas”. Sehr gute Lage, sensationelle tropische Pflanzen, vielfältiges Morgenbuffet, Swimmingpool, familiäre Atmosphäre. Seit langem habe ich wieder einmal Schweizerdeutsch (Sanggallää) gehört in Brasilien. Auch welsche Gäste waren dort untergebracht. Die Besitzerin der Pousada schwärmte in höchsten Tönen von den Schweizern. Sie seien so unkomplizierte Gäste, höflich und bescheiden. Das hört man gerne. Ihr Sohn hatte eine Zeit lang in Chur gewohnt. Wie klein doch die Welt ist.

Neben den schönen Stränden ist wohl das Nachtleben die Hauptattraktion Pipas. Die gastronomische Vielfalt ist wirklich eindrücklich. So habe ich die beste Pizza meines Lebens nicht etwa in Italien gegessen, sondern in Pipa, immerhin von einem italienischen Pizzaiolo gebacken. In Pipa kommen richtige Feriengefühle auf. Man kann die alltäglichen Probleme Brasiliens vergessen. Überfälle und Gewalttaten scheinen nicht existent zu sein. Die Dorfbewohner wissen, dass der Tourismus ihr Kapital ist. Ein schlechter Ruf kann fatal sein.

Pipa

Pipa

Pipa

Pipa

Die Touristen würden sehrwahrscheinlich allein wegen der Gastronomie nicht nach Pipa reisen. Die vielen Strände in naher Umgebung bringen den tropischen Touch. Der wohl berühmteste Strand ist die “Baía dos Golfinhos”, die Delfinbucht. Gemäss einem Surflehrer tauchen die intelligenten Säugetiere täglich auf und ziehen viele Touristen an.

Baía dos Golfinhos

Baía dos Golfinhos

Heute Mittag reisten wir zurück. Um nicht die langweilige Autobahn zu nehmen, wagten wir eine abenteuerliche Rückreise, auf der wir zwei “Fähren” nehmen mussten, um Flüsse zu überwinden. Wer in Brasilien Luxusfähren erwartet, wir schnell enttäuscht. Improvisation ist alles. Unkompliziert und praktisch muss es sein. Als Beweis haben wir versucht, einige Szenen filmisch festzuhalten:

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Ich erinnere mich noch gut an die Kampagne, die Apple 1997 als Antwort auf den IBMs-Slogan “Think” gestartet hatte: “Think Different”. Auf den Postern waren grosse Persönlichkeiten abgebildet wie Einstein, Picasso oder Ghandi.

Wer damals ein Mac User war, wurde schräg angeschaut, man war ein Exot, oder sogar ein Spinner. Apple war eine sympathische Firma, ein Underdog, der gegen den Giganten Microsoft ankämpfte. Zielpublikum war die Grafik-, Film- und Fotobranche. Zudem setzten viele Schweizer Schulen schon früh auf Apple Geräte.

Heute sieht die Situation anders aus. Brasilien ist ein sehr gutes Beispiel, um zu zeigen, wie sehr sich Apples Zielpublikum verändert hat. Als ich vor rund 3 Jahren hier im Nordosten Brasiliens ankam, war Apple praktisch nicht existent. Heute sehe ich täglich Apple Aufkleber an den Autos, die Hauptdarsteller in den Telenovelas telefonieren mit iPhones oder erledigen ihre Geschäfte mit ihren iPads. Kurz zusammengefasst: Brasilien dient als Indikator für den Abstieg Apples in die Durschnittlichkeit. Alles was zählt ist Profit, und dieser wird nur möglich, wenn der Massenmarkt bedient wird. Trotz Rekordgewinnen sind die Arbeitsbedingungen bei den chinesischen Zulieferern katastrophal. Ich befürchte, dass die geplante iPad-Produktionsstätte in Brasilien nicht viel besser davonkommen wird. Gespart wird beim Personal. Die Apple-Aktionäre wirds freuen.

Spätestens nächstes Jahr werden wir wohl den ersten Apple Fernseher vorgestellt bekommen. Machen wir uns nichts vor, Apple ist keine Computerfirma mehr. iPhone, iPad, der App- und iTunes-Store sorgen für den Umsatz. 1997 wurde das Wort “Computer” aus dem Namen gestrichen.

In Bälde wird hier in João Pessoa ein neuer Apple Laden aufgehen. Wer heute etwas auf sich hält, kauft Apple, weil es chic ist.

Ich hoffe sehr, dass Google in naher Zukunft ein taugliches Betriebsystem auf den Markt bringt. Dann heisst es für mich nach 18 Jahren Apple-Welt: und tschüss!

Think different.

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Auslandschweizer

July 14, 2011 · 1 comment

In der Schweiz läuft momentan die Debatte, ob Auslandschweizer auch im nationalen Parlament vertreten sein sollten. Mit rund 700’000 Stimmen, ca. 10% der Bevölkerung, hat die fünfte Schweiz ein nicht zu unterschätzendes Gewicht.

Im Jahr 2010 waren in Brasilien 14’794 Schweizer registriert, davon 11’492 Doppelbürger. Es wohnen übrigens auch 20 Liechtensteiner in Brasilien.

In den Foren der Zeitungsportale laufen die Diskussionen heiss. So wie es scheint, möchte eine Mehrheit der Leser das Wahlrecht der Auslandschweizer komplett streichen.

Die Argumente:
1. Man soll da wählen, wo man seine Steuern zahlt.
Wieso haben Ausländer, die in der Schweiz steuern zahlen kein Stimm- und Wahlecht?

2. Auslandschweizer kennen sich nicht mehr aus in der Politiklandschaft der Schweiz, weil sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Heimatland haben.
In Zeiten, in denen es möglich ist, sich online zu informieren, zählt dieses Argument nicht.
Mein Vorschlag: Eine Staatskundeprüfung für ALLE, bevor man das Stimm- und Wahlrecht bekommt. So könnte man vielleicht unsägliche Abstimmungsresultate, die leider immer häufiger vorkommen, vermeiden.

Man lernt ja zum Glück nie aus. Ich habe z.B. nicht gewusst, dass es eine SVP-International gibt. Dieser Name ist ja in sich schon eine Pointe.

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Kinder, Arbeiter, Frauen, Verkäufer, Tiere, Landschaften, Fahrzeuge. Brasilianische Autobahnen leben.
Eindrücke aus dem fahrenden Auto.

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Die glorreichen Zeiten der brasilianischen Fussballnationalmannschaften sind passé. Wenige Stunden sind vergangen, seit die Gelben an der Copa America ihre eigene Bevölkerung einmal mehr verärgert haben. Äusserst glücklich haben die Brasilianer gegen Paraguay ein Unentschieden erreicht.

Die beiden vorzeitig als Jahrhunderttalente erkorenen Teenies Neymar und Ganso zeigten einmal mehr, dass zwischen der heimischen Liga und internationalem Wettkampf ein Riesenunterschied besteht. National Stars, international verspielte Bübchen. Neymar, dem eine Weltkarriere vorausgesagt wird, kümmert sich mehr um seine Haare als um sein Spiel. Ein neuer Robinho sozusagen. Ein Spielertyp, der kein Team der Welt braucht. Egoistisch, selbstverliebt, noch keine 20, aber schon mehrfacher Millionär, dümmlich und kindisch in den Interviews.

Soll Brasilien mit solchen Spielern wieder einmal einen Titel holen?

Wohl kaum. Der Weltfussball wird wohl langweilig, wenn die Spanier 2022 ihren vierten Titel in Folge geholt haben werden. Wir brauchen wieder Spieler mit Herz wie Gerson, Jairzinho, Tostão, Pelé, Jairzinho oder Carlos Alberto.

Die Kommentare auf den Webportalen der nationalen Zeitungen sind vernichtend.

Ein paar Beispiele:

Der brasilianische Fussball ist in der Krise. Wir haben keine guten Spieler mehr. Unsere Medien machen aus durchschnittlichen Spieler Götter. Warum setzen europäische Topteams nicht mehr auf Brasilianer? Dieser Neymar ist doch eine Fars. Wir haben schon lange unsere Brillianz verloren. Die WM 2014 wird in allen Bereichen ein Reinfall.

Unsere “Seleção” gleicht einem Zoo. Neben Pato (Ente), Ganso (Gans) und Pavão (Pfau=Neymar) gab es nur Esel und Affen.

Hat jemand die Telefonnummer von Dunga? Der hatte wenigstens ein System.

Marta sofort ins Männerteam berufen!

 

Das einzig Positive im Moment: Argentinien kickt genau so schlecht…

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